Geduldig standen Sie für kurze Zeit am Besucherpodest an, um endlich das Herzstück der Ausstellung, das Rundgemälde des Berliner Künstlers genießen zu können. Staunend blieben Sie stehen und gingen mit dem Fernglas in der Hand auf Entdeckungstour, um exotische Tiere und Pflanzen zu betrachten. Auch die öffentlichen Führungen um 11, 14 und 15 Uhr waren an den ersten beiden Besuchertagen bereits im Vorfeld restlos ausgebucht.
Für den Berliner Künstler Asisi sind die Besucherzahlen zum Auftakt ein voller Erfolg und die Bestätigung, dass sich die jahrelange Arbeit gelohnt hat.Und wer etwas Glück hatte, konnte sich am ersten Besuchertag auch noch sein Ticket, Flyer oder AMAZONIEN-Katalog von Yadegar Asisi persönlich signieren lassen. Der ließ es sich - wie bei seinen vergangenen Eröffnungen - wieder nicht nehmen, am ersten Tag mit den Besuchern in seinem Panoramahaus auf Tuchfühlung zu gehen.
Asisis AMAZONIEN zeigt die Komplexität und Schönheit des Amazonasgebietes. Das weltweit größte 360°-Panorama erreicht mit 100 Metern die Länge eines Fußballfeldes und mit 30 Metern Höhe die stattliche Größe eines zehnstöckigen Hauses. Als Hommage an Alexander von Humboldt und zu dessen 150. Todesjahr in 2009 hat Asisi sein Zauberbild dem großen deutschen Naturforscher gewidmet. Humboldt, der auch als Landschaftsmaler tätig war, zeigte sich zeitlebens von Panoramen begeistert.
So wünschte er sich ein Rundbild, das nicht nur Schlachten und Städte, sondern die Natur abbilden sollte. Um sein Zauberbild AMAZONIEN zu realisieren, brachte Yadegar Asisi von seinen 4 Reisen in den brasilianischen Regenwald rund 25.000 Fotografien und unzählige Handskizzen mit, die ihm als Versatzstücke für das gigantische Rundbild dienten. Auf einer 6 Meter hohen Plattform haben die Besucher das Gefühl in einer Lichtung im Regenwald zu stehen. Von hier öffnet sich der Blick weit in die faszinierende Landschaft Amazoniens: auf die Baumkronen gigantischer Urwaldbäume, auf faszinierende Pflanzen, zahlreiche Tiere und vereinzelt Ureinwohner der Amazonas-Region. Wer aufmerksam schaut, kann auch den Künstler selber in dem fiktiven Regenwald-Szenario finden.
Die Ausstellung wird von einer Begleitausstellung ergänzt, die in 8 Abteilungen das Ökosystem Regenwald mit seiner Artenvielfalt, das Leben in den Baumkronen, das Tarnen und Täuschen der Insekten sowie die faszinierende Blütenwelt anschaulich erlebbar macht. Highlights sind hier die 25 Meter hohe Anamorphose eines tropischen Kapokbaumes, das 60:1 Modell einer Stechmücke oder die Blütenbox, die den Betrachter quasi als Insekt in das Innere einer Blütenstaude versetzt.
Quelle:
www.asisi.de