Im Spreewald haben die Osterbräuche eine lange Tradition. Noch heute werden in jedem Jahr Eier auf die verschiedensten Weisen bemalt. Osterbräuche hautnah können die Gäste im Freilandmuseum Lehde vom 10. bis 13. April erleben. Das gesamte Wochenende werden hier Eier verziert und die Besucher sind live dabei. Ob Wachs- oder Batiktechnik, Kratz- oder Ätztechnik, der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. In Lehde sind richtige Ostereierprofis am Werk und eines ist jetzt schon sicher, es entstehen richtige kleine ovale Kunstwerke.
Wer möchte, kann sich auch selbst beim Verzieren von Eiern versuchen. Für die Kleinen ist beim Waleien Geschicklichkeit gefragt. Ein österlicher Brauch, der sich auch heute wieder zunehmender Beliebtheit erfreut und Kullerspaß mit Eiern verspricht.
„Einfach die Familie einpacken und am Osterwochenende einen Besuch im Freilandmuseum einplanen. Hier hat jeder seinen Spaß und kann auch noch etwas über die Traditionen und Bräuche erfahren.“, so Daniel Schmidgunst von der Spreewald-Touristinformation.
Der christliche Brauch zum Osterfest ist das österliche Prozessionsreiten in Zerkwitz. Nach der Segnung um 9.00 Uhr geht es hoch zu Ross durch zahlreiche Dörfer des Spreewaldes. Festlich gekleidete Reiter auf geschmückten Pferden tragen die Botschaft der Auferstehung Christi durch die Orte. An den zahlreichen Zuschauern vorbei, geht es von Zerkwitz in Richtung Ragow zum Ostergottesdienst im Freien. Am frühen Nachmittag traben Ross und Reiter wieder zurück an den Ausgangsort.
Flackerndes Feuer zum Osterfest, das gibt es in fast jedem brandenburgischen Dorf. Bereits am Gründonnerstag brennt das Osterfeuer auf der Freifläche Geschwister-Scholl/Albert Schweitzer-Straße in Lübbenau. Angeführt von einem Lampionumzug werden bei Livemusik die „Altlasten“ des Winters in die Flammen verbannt. Das Osterfeuer soll die kalte Jahreszeit endgültig vertreiben.
Der Höhepunkt des Osterwochenendes ist der 11. April. Dann heißt es am Großen Spreewaldhafen von Christina Balke, Vorstandsvorsitzende des Spreewald-Touristinformation e.V. „Und hiermit ist die Saison eröffnet…“ und dann werden die geschmückten Rudel ganz traditionell übergeben. Dem Voran wird es einen kleinen Kahnkorso auf den Fließen geben. Dabei stellen sich die verschiedenen Fährunternehmen Lübbenaus vor. Außerdem mit auf den Kähnen – die Plinsefrauen aus Groß Radden, die mit ihren vor Ort gebrutzelten Plinsen die Gaumen der Gäste erfreuen und der Förderverein Lehde. Für die musikalische Umrahmung sorgen die Spielleute der TSG Lübbenau 63 e.V. und die „Fröhlichen Hechte“. Beginn ist um 15.00 Uhr.
Abgerundet wird das Osterwochenende mit einem Klassikkonzert der Gruppe „Mansikka“. Im Schloss Lübbenau werden auch dem Letzen Frühlingsgefühle eingehaucht und die Winterdepressionen vertrieben. Im Salon des Schlosses erwarten die Gäste Lieder, Tänze und Träume von nah und fern.
„Wie sie sehen haben wir unsere „Ostereier“ zum Saisonauftakt gar nicht so gut versteckt. Also vorbei schauen, ihr persönliches Osterei entdecken und ein wunderschönes Fest verleben.“, lädt Christina Balke die Gäste ein.
Dann fehlen zum gelungenen Saisonauftakt und Osterfest eigentlich nur noch Sonnenschein und ein bisschen Frühling.
Quelle:
www.spreewald-online.de