AMAZONIEN - Yadegar Asisis Zauberbild der Natur ist eine Hommage an Alexander von Humboldt zu dessen 150. Todesjahr in 2009. Der große deutsche Naturforscher, der auch als Landschaftsmaler tätig war, zeigte sich zeitlebens von Panoramen begeistert. So wünschte er sich ein Rundbild, das nicht nur Schlachten und Städte, sondern die Natur abbilden sollte.
Um sein Zauberbild AMAZONIEN zu realisieren, brachte Yadegar Asisi von seinen 4 Reisen in den brasilianischen Regenwald rund 25.000 Fotographien und unzählige Handskizzen mit, die ihm schließlich als Versatzstücke für das gigantische Rundbild dienten. Nun erhält der Besucher im Panometer, auf einer 6 Meter hohen Plattform stehend, das Gefühl in einer Lichtung zu stehen. Von hier öffnet sich der Blick weit in die faszinierende Landschaft Amazoniens: auf die Baumkronen gigantischer Urwaldbäume, auf faszinierende Pflanzen, zahlreiche Tiere und vereinzelt Ureinwohner der Amazonas-Region. Dank einer beispiellos hohen Bildauflösung wird es möglich sein, mit einem Fernglas die Raupe auf dem Blatt, Faultiere in den Bäumen oder Papageien in den Baumkronen im Detail zu entdecken. Wer aufmerksam schaut, kann auch den Künstler selber in dem fiktiven Regenwald- Szenario finden.
"Ich bilde mit meinem Panorama nicht eine bestimmte Situation ab, sondern möchte den Besuchern einen Zustand der Welt des Regenwaldes vermitteln", so Asisi. "Häufig bin ich gefragt worden, warum ich in meinem Panorama nicht die Zerstörung des Regenwaldes thematisiere, aber das stand für mich nicht im Mittelpunkt. Die moralischen Appelle allein bringen uns nicht weiter. Ich möchte den Menschen mit AMAZONIEN die Schönheit des Regenwaldes, seine Vielfalt und seinen Reichtum zeigen und sie so für dieses wertvolle Stück Erde sensibilisieren. Sie sollen den Regenwald kennen und lieben lernen - denn, nur das was man liebt kann man auch vermissen."
Eine begleitende Ausstellung zu AMAZONIEN verdeutlicht in den 8
Abteilungen das Ökosystem
Regenwald, seine Artenvielfalt, das Tarnen und Täuschen der Insekten
sowie die Blütenwelt.
Eine 25 Meter hohe Installation zeigt einen Urwaldbaum in Originalgröße und gibt einen Eindruck von den gigantischen Größenverhältnissen des Baumriesen. In einer Blütenbox können die Besucher für einen Moment in die Rolle eines Insekts schlüpfen und befinden sich wie im Inneren einer Blütenstaude. Einen interessanten Blick auf die Schönheit und Komplexität eines einzelnen Tieres vermittelt das Modell einer 60fach vergrößerten tropischen Stechmücke. Berühmte Regenwaldforscher und -entdecker werden in der Begleitausstellung ebenso vorgestellt. Hier treffen die Besucher auf bekannte und unbekannte Namen, wie Alexander von Humboldt, den spanischen Entdecker Vicente Yánez Pinzón oder die Britin Margaret Mee. Auch Loki Schmidt, die Gattin des ehemaligen Bundeskanzlers, findet sich in der Galerie. Sie engagiert sich für die Förderung des Naturschutzes und gründete 1976 in Hamburg die Loki Schmidt Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen.
Quelle:
www.asisi.de