Rund 100.000 Menschen erhielten Zugang zu Latrinen und Handwaschbecken. Das von UNICEF entwickelte Modell einer ökologischen Trockenlatrine wird seit März 2008 vom nationalen Bildungsministerium als Standard bei allen Neubauten von Kindergärten und Schulen empfohlen. In diesem Jahr ist vorgesehen, das Modell auch an die Bedürfnisse von behinderten Kindern anzupassen.
Kontinuierlicher Ausbau der Infrastruktur und Aufklärungsarbeit
UNICEF hilft in Vietnam beim Bau von Wasserleitungen und Latrinen und fördert die Aufklärungsarbeit über Hygiene - zum Beispiel an Schulen, Kindergärten und Gesundheitszentren. Gemeinsam mit der Bevölkerung entstehen so erfolgreiche, leicht nachzuahmende Modellprojekte.
Allein bis Ende 2008 unterstützte UNICEF den Bau von 2.078 Latrinen und Waschbecken in Dörfern sowie 95 Latrinen und Waschbecken für Schulen. 70.000 Menschen und 30.000 Schulkinder nutzen diese Anlagen mittlerweile in den Provinzen Cao Bang, Lao Cai, Ha Giang, Lai Chau, Tuyen Quang, Son La, Quang Tri, Gia Lai und Kon Tum.
UNICEF schulte 40 Gesundheitshelfer in Hygieneerziehung. Weiter organisierte UNICEF neun Fortbildungen für 270 Mitarbeiter der lokalen Wasserbehörden in der Planung und Überwachung der Wasserversorgung. Zudem stellte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen 20 Wassertest-Einheiten zur Verfügung, um die Wasserqualität zuverlässig zu kontrollieren. Diese Kontrollen sind besonders in den Regionen Vietnams wichtig, in denen das Grundwasser mit Arsen verseucht ist. Außerdem produzierte UNICEF Aufklärungsmaterial mit Informationen über richtiges Hygieneverhalten und den Schutz vor Arsenvergiftungen.
Vietnam: Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen trägt Früchte
Der vietnamesischen Bauernverband und die Frauengewerkschaft kooperieren mit UNICEF. Die Zusammenarbeit zeigt sichtbare Verbesserungen in den Dörfern und gilt als Vorbild für andere Projektregionen. Die Partner helfen über ihre Netzwerke und Mitglieder, in den Dörfern über wichtige Hygieneregeln und den Schutz vor Krankheiten aufzuklären. In der Provinz Gia Lai zum Beispiel werden Tiere immer häufiger in einiger Entfernung der Siedlungen gehalten, um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern. Zudem hat sich die Zahl der Waschhäuser deutlich erhöht.
Verschmutztes Wasser bedeutet für Kinder Lebensgefahr
Verschmutztes Trinkwasser führt insbesondere bei Kindern schnell zu gefährlichen Infektionen und Durchfallerkrankungen. Gemeinsam mit BRITA unterstützt UNICEF in den ärmsten, ländlichen Provinzen Zentral- und Nordvietnams den Aufbau einer sicheren Trinkwasserversorgung. Vier von fünf Menschen haben hier keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser - von hygienischen Latrinen ganz zu schweigen. Die Kindersterblichkeit ist hier deutlich höher als im restlichen Land. Besonders leiden darunter die Kinder der ohnehin benachteiligten ethnischen Minderheiten.
Quelle:
www.brita.de