Das G1 ist weitgehend auf die bekannten Google-Dienste ausgerichtet und erfordert auch zwingend einen Google-E-Mail-Account. Dabei sammelt Google etliche Daten über den Nutzer, so werden nicht nur die Mails, sondern auch Adressbuch- und Kalendereinträge zu Google-Servern übertragen – hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel er von sich preisgeben will.
Die Anbindung an gängige Office-Lösungen wie Outlook ist bislang nur rudimentär gelöst, was das G1 für Business-Nutzer zunächst uninteressant macht – zumal auch keine Office-Programme wie Word oder Excel installiert sind, noch nicht einmal einen PDF-Reader brachte das Testgerät mit.
Privatanwender hingegen profitieren von der einfachen Menüführung, der guten Tastatur, dem zuverlässig reagierenden Touchscreen und dem guten Internet-Browser. Im Messlabor der Testfactory Stuttgart konnte sich das G1 gut behaupten: Die Ausdauer ist bei ständiger Internet-Nutzung natürlich begrenzt – wer häufig surft und den integrierten GPS-Empfänger zur Standort-Bestimmung nutzt, der muss abends nachladen. Die Messungen der Empfangs- und Sendeleistung sowie der Akustik bewerteten die Ingenieure dagegen mit einem glatten Gut.
Android Market: Auswahl eher von begrenztem Nutzen
Ähnlich wie mit Apples iPhone kann man mit dem G1 in einem speziellen Software-Shop namens Android Market Zusatzprogramme laden, die im Moment noch allesamt kostenlos sind – entsprechend ist die Auswahl eher von begrenztem Nutzen.
Doch die offene Plattform soll dafür sorgen, dass findige Entwickler zahlreiche nützliche Tools bereitstellen, die dann gegen Entgeld geladen werden können; hier wird die Auswahl nach dem Mobile World Congress in Barcelona, auf dem weitere Android-Handys vorgestellt werden, mit Sicherheit steigen.
Weitere Parallele zum iPhone: Wer ein G1 kaufen will, muss einen entsprechenden Tarif beim Netzanbieter T-Mobile buchen. Auch fürs G1 haben die Bonner vier Pakete geschnürt – die Combi-Flats XS (24,95 Euro/Monat), S (44,95 Euro/Monat), M (59,95 Euro/Monat) und L (119,95 Euro/Monat).
Die G1-Tarife schneiden im Vergleich zu den bestehenden iPhone-Tarifen vor allem für Normal- und Vielnutzer deutlich besser ab – zwar ist die Nutzung generell nicht billig, doch dafür sind in den Paketen mit Ausnahme des kleinsten XS-Tarifs jede Menge Inklusivleistungen wie eine UMTS/HSDPA-Flat, eine WLAN-Flat und ab dem M-Paket auch eine Sprachflat ins Festnetz und ins T-Mobile-Netz enthalten, im L-Paket sogar in alle Netze.
Zudem ist der Gerätepreis fürs G1 sehr moderat angesetzt: Im XS-Tarif zahlt man 59,95 Euro, ansonsten 1 Euro. Powernutzer müssen allerdings mit einem Manko leben: Eine Multi-SIM-Lösung, die die Nutzung des Tarifs mit bis zu drei Geräten erlaubt, bietet T-Mobile nicht an.
Quelle:
www.connect.de