Doch Literatur und Medien zeichnen ein eher widersprüchliches Bild von Tatanka Iyotanka, dem "Sitzenden Bisonstier" (1831-1890). Vom Freiheitskämpfer über den "Heiligen Mann" oder den genialen Strategen bis hin zum Fortschrittsfeind und Schauindianer reichen die Interpretationen seiner Persönlichkeit. Wer war der Mann mit den vielen Gesichtern? Wie lebten die Lakota-Sioux Mitte des 19. Jahrhunderts und später in den Reservationen? Wie gestaltet sich ihr Leben heute?
Auf zirka 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche widmet sich "Sitting Bull und seine Welt" in Form einer biografischen Zeitreise dem Volk der Lakota-Sioux und ihrem bekanntesten Anführer. Historische Fotografien und rund 180 Originalexponate, darunter ein Bison, Waffen, Kleidung, Schmuck oder künstlerische Objekte sowie nicht zuletzt einige persönliche Erinnerungsstücke aus dem Besitz Sitting Bulls lassen die Kultur der Lakota lebendig werden. Ihre Geschichte ermöglicht dem Besucher Einblicke in Themen wie Kulturkonflikt, Gewalt oder Menschenrechte, die bis heute nicht an Aktualität verloren haben.
Die Ausstellung "Sitting Bull und seine Welt" wurde vom Kunsthistorischen Museum Wien konzipiert. Sie feiert Premiere in Bremen bevor sie nach Tampere (Finnland) und Wien weiterreist. Bremen ist die einzige Station in Deutschland. Ein umfangreiches Programm mit Führungen, Vorträgen, Aktionen und Workshops für Kinder und Erwachsene begleitet die Ausstellung.
Quelle:
www.uebersee-museum.de