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08.12.2008
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STUDIE

EX-word-Studie: Sprachen lernen für den Beruf – am besten im Ausland


© ex-word.de
Die Globalisierung ist im deutschen Arbeitsalltag angekommen: Jeder Dritte (36 Prozent) benötigt heute im Job Fremdsprachenkenntnisse. Das zeigt die aktuelle EX-word Studie, für die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von CASIO 1001 Erwerbstätige ab 18 Jahren befragte. Ob Manager oder Ingenieur: Gerade formal höher Gebildete (Abitur/Hochschulabschluss) sind darauf angewiesen, beruflich in einer anderen Sprache verhandeln zu können.

Für jeden Zweiten dieser Gruppe (53 Prozent) haben Fremdsprachenkenntnisse eine wichtige bis sehr wichtige Bedeutung am Arbeitsplatz. Bei Erwerbstätigen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen sind immerhin 31 Prozent im Job auf Fremdsprachen angewiesen. Ein weiteres Ergebnis: Ob Unternehmensberater oder Webdesignerin – Sprachkenntnisse sind vor allem für Berufe der jüngeren Generation Voraussetzung. Während 40 Prozent der 18- bis 39-Jährigen im Beruf auf Fremdsprachen angewiesen sind, gilt dies nur für 32 Prozent der Älteren ab 50.

„Eine Fremdsprache lernt man nur durch Sprechen – am besten mit Muttersprachlern“, so Prof. Dr. Mario Oesterreicher, Professor für Romanische Sprachen und Englisch am Fachbereich Sprachen der Westsächsischen Hochschule Zwickau. „Idealerweise sollte man eine längere Zeit im Ausland verbringen, um seine Sprachkenntnisse im täglichen Gebrauch zu festigen.“ Diese Empfehlung bestätigen die Befragten der EX-word Studie: 92 Prozent halten einen längeren Auslandsaufenthalt für eine sehr gute oder gute Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen. Auf Platz zwei folgt ein Sprachkurs (85 Prozent). Das Lesen von Büchern und Zeitungen in einer Fremdsprache ist für die Befragten die dritte Wahl (80 Prozent votieren mit „sehr gut“ oder „gut“). „Statt im einsamen Kämmerlein Vokabeln zu pauken, sollte man lieber Hemmungen über Bord werfen und einfach sprechen“, so Oesterreicher. „Auch wenn man noch nicht alle Regeln fehlerfrei beherrscht: Mit der Verständigung klappt es meist trotzdem.“

Ein längerer Auslandsaufenthalt gilt zwar für die beruflich notwendigen Fremdsprachenkenntnisse als wichtig, allerdings haben wenige Erwerbstätige damit selbst Erfahrung: Nur etwa jeder Siebte (15 Prozent) lebte schon einmal mindestens sechs Monate am Stück im Ausland oder plant, dies in naher Zukunft zu tun. Vorreiter in puncto Auslandsaufenthalt sind Jüngere und Gebildete: Ob für ein Praktikum in Osteuropa, ein Schuljahr in den USA oder zum Jobben nach Neuseeland – ein Viertel aller 18- bis 29-Jährigen war bereits länger als sechs Monate im Ausland. Ebenso hoch ist der Anteil der formal höher Gebildeten, die diese Möglichkeit nutzen, um Erfahrungen mit anderen Kulturen zu sammeln. Auch die Großstädter zeigen sich mobiler: 22 Prozent waren länger als sechs Monate im Ausland zu Hause. Hingegen wagten nur 13 Prozent der ländlichen Bevölkerung diesen Schritt.

„Ein längerer Auslandsaufenthalt dient nicht nur dem Spracherwerb. Nebenbei sammelt man wertvolle Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen, wird flexibler und selbstständiger“, so Günter Riegerl, Produktmanager für elektronische Wörterbücher von CASIO. „Dies sind wichtige Soft Skills – gerade in internationalen Unternehmen.“ – „Und Fremdsprachen werden ja nicht im ‚freien Raum’ gesprochen, sondern sind auch immer eingebunden in einen kulturellen Kontext. Auch das spricht für einen Auslandsaufenthalt“, ergänzt Oesterreicher. Als Exportweltmeister benötigt Deutschland Arbeitskräfte, die sich sicher auf internationalem Parkett bewegen können. Für Sprachgewandte eröffnen sich weltweit Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt: Jedes Jahr verlassen laut Statistischem Bundesamt 150.000 Menschen Deutschland, um im Ausland ihr Glück zu versuchen. Jeder dritte Befragte mit längerem Auslandsaufenthalt entschied sich aus beruflichen Gründen dafür.

Quelle: www.ex-word.de


  



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