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20.11.2008
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ZUSAMENARBEIT

BASF und Gazprom weiten Erdgasförderung in Sibirien aus


© basf.de
Die BASF und die russische OAO Gazprom haben in diesem Monat offiziell die Erdgasproduktion des Gemeinschaftsunternehmens ZAO Achimgaz in Sibirien gestartet. Das deutsch-russische Joint Venture fördert Erdgas und Kondensat aus der namensgebenden Achimov-Formation der Lagerstätte Urengoi. Nach dem Erdgasfeld Juschno Russkoje, das 2007 in Betrieb genommen wurde, ist Achimgaz bereits das zweite große gemeinsame Erdgasförderprojekt von Gazprom und BASF in Sibirien.

Mit dem gemeinsamen Öffnen eines Ventils starteten Dr. Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, und Alexej B. Miller, Vorsitzender der OAO Gazprom, die Produktion der Lagerstätte, die rund 3.500 Kilometer nordöstlich von Moskau liegt. Das Joint Venture plant, aus der Achimov-Formation über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren insgesamt bis zu 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 40 Millionen Tonnen Kondensat zu fördern. Die jährliche Erdgasförderung soll während der späteren Plateauphase bei bis zu 7,5 Milliarden Kubikmeter liegen.

„Wir beziehen nicht nur Erdgas aus Russland und vermarkten es gemeinsam mit Gazprom – wir produzieren auch gemeinsam Erdgas in Russland. Das bedeutet mehr Versorgungssicherheit für Deutschland und für Europa“, erklärte Dr. Jürgen Hambrecht bei der offiziellen Feierstunde in der Nähe der Stadt Nowy Urengoi. Die Gasfelder Achimgaz und Juschno Russkoje haben eine hohe Bedeutung, betonte der Vorstandsvorsitzende der BASF weiter. „Durch diese Projekte ist mit BASF erstmals ein europäisches Unternehmen substanziell an der Erdgasförderung in Westsibirien beteiligt.“ In seiner Begrüßungsrede sagte Alexej Miller: „Gazprom verbindet mit BASF über 15 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit, die Beteiligung an großen Infrastrukturprojekten und die gemeinsame Arbeit im Bereich von Gaslieferungen nach Europa. Und heute schreiben wir eine neue Seite in der Geschichte unserer Partnerschaft. Gemeinsam mit den deutschen Partnern beginnen wir mit der Gasförderung aus den Achimov-Schichten der Lagerstätte Urengoi, die in ihrer Erschließung weit komplexer sind als die klassischen Schichten des Senoman und Valendis.
Nach unserer Meinung ist „Achimgaz“ ein Modell für die erfolgreiche Gestaltung gemeinsamer Geschäftstätigkeit zwischen Gazprom und ausländischen Partnern bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen in Russland.“

ZAO Achimgaz wurde im Juli 2003 als ein paritätisch gehaltenes Gemeinschaftsunternehmen von der 100-prozentigen Gazprom-Tochter OOO Gazprom dobytscha Urengoi und der 100-prozentigen BASF-Tochter Wintershall Holding AG mit dem Ziel gegründet, den ersten Abschnitt des Achimov-Horizontes der Lagerstätte Urengoi – eines der größten russischen Erdgasfelder – zu entwickeln. Die Achimov-Reserven lagern in einer Tiefe von 3.600 bis 3.800 Metern und haben eine wesentlich komplexere Struktur als die darüberliegenden Gesteinsformationen, aus denen bislang produziert wird. Auf dem Lagerstättenabschnitt 1A der Achimov-Formation sind derzeit eine Gasaufbereitungsanlage sowie drei Gas- und Kondensatbohrungen in Betrieb, aus denen momentan täglich rund 1,5 Millionen Kubikmeter Gas gefördert werden. Im Jahr 2009 sollen bereits knapp 1 Milliarde Kubikmeter Gas sowie etwa 300.000 Tonnen Kondensat produziert werden.

Das zweite gemeinsame Erdgasförderprojekt, das 2007 in Betrieb genommene Erdgasfeld Juschno Russkoje, verfügt über förderbare Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmetern Erdgas und ist damit etwa dreimal so groß wie Achimgaz. Das Feld liefert bereits jetzt mehr als 50 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag. „Die Feldesentwicklung in Juschno Russkoje verläuft außerordentlich erfolgreich“, berichtete der Vorstandsvorsitzende der BASF, Jürgen Hambrecht. „Bereits Mitte 2009 – zwei Jahre früher als zunächst geplant – werden wir dort die maximale Produktion von insgesamt 25 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr erreichen." Für die Entwicklung von Juschno Russkoje wurden bislang über 100 Produktionsbohrungen abgeteuft – im Endausbau werden es 142 sein.

Quelle: www.basf.de


  



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