Im Jahr 2005 wurden erstmals 34 sechsachsige dieselelektrische Lokomotiven im Wert von 123 Millionen Euro mit einer Option auf weitere zehn Einheiten von der litauischen Staatsbahn in Auftrag gegeben. 20 der bestellten Fahrzeuge wurden bereits im Siemens-Lokomotivenwerk in München produziert und an den Kunden ausgeliefert. Die ER20 CF ist Teil der Eurorunner-Familie von Siemens und wird vor allem im Korridorverkehr zwischen Russland und den Ostseehäfen Klaipeda und Kaliningrad zum Einsatz kommen.
Mit 138 Tonnen ist die ER20 CF eine der schwersten Lokomotiven Europas und kann in Zweifachtraktion bis zu 6.000 Tonnen schwere Züge ziehen. Frühere Frachtlokomotiven in Litauen konnten maximal ein Gewicht von 4.000 Tonnen befördern. Beim Kraftstoffverbrauch ist die ER20 CF um bis zu 40 Prozent effizienter als die Altlokomotiven vorheriger Lieferanten.
Die Loks der Eurorunner-Familie gibt es als vier- oder sechsachsige Variante. Die sechsachsige Variante wird in Litauen erstmals eingesetzt. Der vierachsige Eurorunner kommt bereits bei der Österreichischen Bundesbahn, bei Kowloon-Canton-Railways in Hongkong sowie bei mehreren privaten Bahnbetreibern in Deutschland und Österreich zum Einsatz.
Quelle:
www.siemens.de