Dank Bluetooth können unterschiedlichste Geräte – von Mobiltelefonen bis zu Fernsehern und von Autos bis zu Kopfhörern – auf einfache, unterbrechungsfreie Weise kommunizieren und vernetzt werden.
Da dieses Vorhaben, Funktechnologie zur drahtlosen Kommunikation zu etablieren, nur mit einem globalen Standard umzusetzen war, sicherte sich Ericsson die Unterstützung der branchenführenden Unternehmen IBM, Intel, Nokia und Toshiba.
1998 wurde zu diesem Zweck eine Special Interest Group (SIG) gegründet und bereits einige Monate später hatten sich der Initiative 400 Unternehmen angeschlossen. Heute ist die Bluetooth SIG weltweit präsent und zählt mehr als 10.000 Mitglieder.
Der Ursprung des Namens
Der Name Bluetooth entstand in Anlehnung an den dänischen König Harald Blauzahn, der im 10. Jahrhundert regierte. Haralds diplomatische Politik führte zur Einigung und Befriedung von Stämmen in Dänemark, Norwegen und Schweden, die sich zuvor bekriegt hatten. Ähnlich, wie die Vision des skandinavischen Königs, durch Kommunikation über Ländergrenzen hinweg eine vereinte Zukunft herbeizuführen, soll Bluetooth eine Kommunikation über die Grenzen technischer Geräte hinweg ermöglichen. Das Bluetooth-Logo leitet sich her von den Runen für „H“ und „B“, die für Haralds Namen stehen.
Die Produktentwicklung
Im Jahr 2000 brachte Ericsson mit dem HBH-10 das erste Bluetooth-Headset auf den Markt. Dabei handelte es sich um ein Nischenprodukt, weil zu diesem Zeitpunkt erst sehr wenige bluetooth-fähige Mobiltelefone erhältlich waren. Mit den weiterentwickelten Nachfolgeprodukten gelang jedoch in den folgenden Jahren eine jährliche Verdoppelung der Umsatzzahlen. Im vergangenen Jahr lieferte die Branche weltweit fast 10 Millionen kabellose Headsets aus.
Forschungsengagement
Sony Ericsson engagiert sich für Innovationen und Weiterentwicklungen in der Bluetooth-Technologie. Im Testlabor des Accessories Head Office im niederländischen Emmen erforscht das Unternehmen u. a. die vielfältigen Formen und Größen menschlicher Ohren anhand einer „Wall of Ears“ aus synthetischen Ohren. So kann sichergestellt werden, daß die entwickelten Ohr- und Kopfhörer für über 90 Prozent der Bevölkerung bequem zu tragen sind.
„Die letzte Dekade hat außergewöhnlichen Fortschritt im Bereich der Bluetooth-Technologie mit sich gebracht. Sony Ericsson hatte maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung und verfügt auch heute über die besten Voraussetzungen, um an der Gestaltung der Zukunft dieser Technologie entscheidend mitzuwirken“, sagte Gunter Thiel, Marketingleiter bei Sony Ericsson.
Anfangs betrug die Reichweite von Bluetooth-Geräten bis zu 5 Meter, heute sind 10 Meter Standard, in Spezialfällen auch 100m. innerhalb der die Funkverbindungen ein so genanntes Wireless Personal Area Network (PAN) bilden können.
Die Bluetooth-Technologie wurde für einen Daten- und Sprachaustausch mit Übertragungsraten von bis zu 1 Mbps angelegt. Zunächst nutzte der Standard Funkverbindungen mit kurzer Reichweite im „freien Band“ 2,4 GHz ISM (Instrumentation, Scientific and Medical). Heute nutzt Bluetooth die Sendefrequenzen im Bereich zwischen 2,4 und 2,4835 GHz, mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von typischerweise 2,0 Mbps (maximal bis zu 3 Mbps möglich). Dank der Arbeit der Bluetooth SIG wachsen Reichweite und Geschwindigkeit der Bluetooth-Technologie sowie deren Anwendungsgebiete weiter.
Quelle:
www.sony.de