Die Ergebnisse wurden von den rund 90 beteiligten Schülern und Kindern unterschiedlicher Altersklassen in der Bosch-Zentrale in Gerlingen präsentiert.
"Wir wollten wissen, wie Kinder und Jugendliche ihre eigene Bildungssituation in Deutschland erleben und was sie benötigen, um ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Bislang sprachen immer nur Erwachsene über das Thema Bildung, das musste sich dringend ändern", so Dr. Wolfgang Malchow, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.
Gemeinsam mit dem renommierten Hirnforscher Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) der Universität Ulm hatte die Wissensfabrik altersgerechte Methoden entwickelt, um mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Die Wissensfabrik ist ein Netzwerk von 67 Unternehmen in ganz Deutschland, die sich für die Förderung von Bildung und Unternehmertum einsetzen. Die Workshops fanden an den Bildungseinrichtungen Kindertagesstätte Solitudestraße in Stuttgart-Weilimdorf, der Wolfgang Zacher Schule in Waiblingen (Klasse 4 und Klasse 8), der Realschule Schwieberdingen-Hemmingen (Klasse 6) und der Pestalozzi-Schule Gerlingen (Grund- und Hauptschule) statt. Begleitet wurden die Schülertage vom ZNL, den Bildungsexperten von 3-up, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema kindgerechte Frühförderung im naturwissenschaftlichen Bereich auseinandersetzen und weiteren Pädagogen.
· Die Vorschüler beschäftigten sich im Rahmen der Workshops mit den Fragen "Wer bin ich? Wer will ich einmal sein? Was brauche ich, um so zu werden?". Um die Antworten zu visualisieren, malten die Kinder sich selbst lebensgroß – wie sie sich jetzt und in Zukunft sehen.
· Die Grundschüler sollten einen idealen Schultag beschreiben. Was ihnen gut tut, was nicht und wie für sie ein perfekter Schultag aussieht. Die Antworten wurden in eine Art Fächer niedergeschrieben, der den Verlauf eines optimalen Schultages zeigt.
· Die Schüler der 5. und 6. Klassen bastelten ihren Wunschklassenraum. Dafür gestalteten sie Kisten, die einen Schulraum darstellen. Dabei konnten sie ihrer Phantasie in Bezug auf die Gestaltung des Raums, der Sitzordnung etc. freien Lauf lassen.
· Die Jugendlichen der Klassen 8 bis 10 konzentrierten sich auf die Frage, was sie benötigen, um ihre Ziele und Wünsche zu verwirklichen. Mit Hilfe von theaterpädagogischen Methoden spielten sie ihre Vorstellung der eigenen Zukunft: "Wer bin ich im Jahre 2020 und wie will ich da sein?"
Zusätzlich zur Darstellung der Schüler präsentierten Vertreter des ZNL regionalen Vertretern aus dem Bildungswesen, der Wirtschaft und der Politik erste Ergebnisse eines Expertenberichts, der die Inhalte der Schülertage blitzlichtartig aufbereitete.
Das Unternehmensnetzwerk Wissensfabrik hat neben den "1. Baden-Württembergischen Schülertagen der Wissensfabrik" Schülertage in weiteren Bundesländern veranstaltet. Diese fanden in Zusammenarbeit mit den Firmen Körber (Hamburg), Boehringer Ingelheim (Ingelheim), und Grafe (Blankenhain) statt.
Am 22. Oktober werden Schüler aus Stuttgart und den anderen Regionaltagen ihre Ergebnisse zum Auftakt des Qualifizierungsgipfels in Dresden Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, und den Ministerpräsidenten aller Bundesländer präsentieren.
Die bundesweiten Schülertage der Wissensfabrik bilden den Auftakt einer Reihe von Dialogveranstaltungen im Bildungssektor, die die Wissensfabrik 2008/09 durchführen wird. Zielgruppen sind unter anderem Lehrer, Schulleiter, Eltern, Wissenschaftler und Bildungspolitiker.
Bosch engagiert sich als Gründungsmitglied der Initiative "Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V." für die Bereiche Bildung von Kindern und Jugendlichen und Unternehmertum (WECONOMY). Deutschlandweit unterhält das Unternehmen bereits 46 Bildungspartnerschaften mit Kindergärten und Schulen. Darüber hinaus möchte das Unternehmen unter anderem mit seinem Engagement beim "Girls' Day", "Girls' Campus", der "Schüler-Ingenieur-Akademie", einer Kooperation von Wirtschaft, Hochschulen und Schulen, dem "Technik-Erlebnis-Tag" und seiner Vortragsreihe "Schüler-Uni" einen Beitrag dazu leisten, junge Talente rechtzeitig zu fördern und frühzeitig bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Technik, Naturwissenschaften und Wirtschaft zu wecken. Das Unternehmen richtete in diesem Jahr zum 23. Mal in Folge als Patenunternehmen den Landeswettbewerb "Jugend forscht" in Baden-Württemberg aus.
Ebenfalls von Anfang an dabei ist TRUMPF. Das Hochtechnologieunternehmen zählt zu seinen unternehmerischen Aufgaben, bei jungen Menschen frühzeitig Begeisterung für Wirtschaft und Technik zu wecken. Dies geschieht in Kooperationen und Bildungspartnerschaften mit Schulen an nahezu allen acht deutschen Standorten der TRUMPF Gruppe. Ein Leuchtturmprojekt der Wissensfabrik "Kinder entdecken Wirtschaft (KIEWIS)" hat TRUMPF gemeinsam mit Bosch entwickelt. Durch KIEWIS lernen Kinder, wie ein Produkt entwickelt und hergestellt wird und wirken daran aktiv mit. Allein bei TRUMPF erlebten bislang rund 1 200 Kinder in West- und Ostdeutschland so die betriebliche Praxis hautnah. Mit den naturwissenschaftlichen und technischen Experimentierkästen KiTec (Kinder entdecken Technik) wecken TRUMPF und 18 weitere Unternehmen bundesweit den Forscherdrang von Kinder im Grundschulunterricht. Das Ditzinger Unternehmen fördert auch den zweiten Schwerpunkt der Wissensfabrik, Existenzgründern und Jungunternehmern Starthilfe zu leisten. So geben erfahrene Mitarbeiter ihr Wissen in Mentorenprogrammen weiter und die Gewinner des Gründerwettbewerbs WECONOMY erhalten die Chance von den Erfahrungen, deutscher Top-Manager zu profitieren.
Im Rahmen von rund 900 Bildungspartnerschaften engagiert sich die Wissensfabrik für die Vermittlung von Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaft. Einen Schwerpunkt bildet die frühkindliche Bildung, also die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Grundschulen. Außerdem unterstützt die Wissensfabrik junge Unternehmer im Rahmen eines Mentorenprogramms bei ihren ersten Schritten in der Selbstständigkeit. Gemeinsam mit dem Handelsblatt veranstaltet die Wissensfabrik zudem den Gründerwettbewerb WECONOMY. Bundespräsident Horst Köhler ist Schirmherr der Wissensfabrik.
Quelle:
www.bosch.de