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12.08.2008
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BAHN FREI FüR HöCHSTLEISTUNGEN

Synthetische Sportbeläge von BASF


© basf.de
Höher, schneller und immer weiter – auf der Jagd nach Rekorden gehen Athleten bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Der Stadionbelag unterstützt dabei die Höchstleistungen und hilft, Verletzungen vorzubeugen. Beim Laufen kann der richtige Untergrund durchaus einen Unterschied von Zehntelsekunden ausmachen und beim Springen einen Unterschied von Zentimetern. Innovative Sportböden sorgen für sichere und erfolgversprechende Trainings- und Wettkampfbedingungen.

Seit ihrer erstmaligen Verwendung bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko haben sich synthetische Sportbeläge weltweit durchgesetzt. Heute ist Conica, eine Division der BASF Construction Chemicals Europe AG aus dem schweizerischen Schaffhausen, Weltmarktführer in diesem Bereich. Seit über 30 Jahren werden unter der Marke Conica Produkte zur Erstellung von Sportbelägen entwickelt, produziert und vertrieben. „Laufbahnen sind heutzutage echte Hightech-Sportgeräte. Sie dürfen weder zu hart noch zu weich sein. Durch genügend Elastizität entsteht ein Katapulteffekt, der dem Sportler den größtmöglichen Anteil der in den Boden eingebrachten Energie zurückgibt“, erklärt Dr. Ralph Bergs, Strategic Marketing Manager Sports für die Marke Conica. Aus dem Angebot ragen besonders die vom Internationalen Leichtathletikverband (IAAF) zertifizierten Laufbahn-Systeme der Conipur®-Familie heraus. Der IAAF bestätigt durch das Zertifikat, dass das Laufbahnsystem getestet wurde und alle Anforderungen für die Verwendung in internationalen Wettkämpfen erfüllt.

Für die wichtigsten Leichtathletik-Arenen dieser Welt haben die Schweizer Forscher den Spitzenbelag Conipur® M entwickelt. Dieses dreilagige Massivkunststoff-Belagsystem gilt als eines der schnellsten seiner Art. Conipur® M wird wie alle Conica-Stadionböden nicht vorgefertigt und in Teilen verlegt, sondern vor Ort flüssig vergossen. Eingesetzt wird dazu der Kunststoff Polyurethan, der aus den chemischen Komponenten Isocyanat und Polyol besteht. Je nach Formulierung der Einzelkomponenten lassen sich Härte und Elastizität von Polyurethanen exakt einstellen. Der Vorteil gegenüber vorgefertigter Ware liegt auf der Hand: Die Sportbeläge sind wie aus einem Stück gegossen und somit fugenlos. Dadurch gerät zum Beispiel kein Regenwasser unter den Belag und er besitzt maximale Resistenz gegen Temperatur- und Witterungswechsel.

Der Einbau einer Conipur®-M-Laufbahn erfolgt schrittweise; die drei Schichten des fertigen Belages sind zusammen rund 14 Millimeter dick. Zunächst bringen qualifizierte Verarbeiter eine speziell dafür konzipierte Polyurethan-Verlaufsbeschichtung auf den absolut ebenen Asphaltuntergrund auf und streuen diese im noch flüssigen Zustand mit einem Granulat aus synthetischem Kautschuk (EPDM) im Überschuss ab. Über Nacht härtet die Beschichtung aus und bindet dabei die unmittelbar mit ihr in Kontakt befindlichen Kautschukkörner. Dieser Vorgang wird zum Aufbau einer zweiten Schicht wiederholt. Die beiden unteren Schichten des Belages sollen die Verletzungsrisiken für den Sportler minimieren. Kleinste Luftkammern sowohl im Polyurethan als auch im Granulat sorgen dabei für die größtmögliche Gelenkschonung und Stoßabsorption.

Die oberste Schicht muss härter als die beiden unteren Schichten sein und maximale Energierückgabe an den Athleten gewährleisten. Um dies zu erreichen, wird in einem dritten Schritt eine speziell formulierte, ebenfalls flüssige Polyurethan-Verlaufsbeschichtung auf die beiden Unterschichten aufgetragen und mit einem härteren, aber gleichwohl elastischen Granulat abgestreut. Diese oberste Schicht wird so verarbeitet, dass sie möglichst wenig Lufteinschlüsse enthält. Ihren letzten Schliff kann die Oberfläche durch eine abschließende Versiegelung erhalten, die die Abriebbeständigkeit, die Reinigungsfähigkeit und die Ästhetik des Belages maximiert.

Das flüssige Auftragen der Beschichtung hat einen weiteren großen Vorteil: Bereits während des Einbaus kann eine Stadionlaufbahn immer wieder auf ihre Eigenschaften überprüft und optimiert werden. Bei diesem Feintuning verlassen sich die Spezialisten nicht nur auf ihr technisches und chemisches Know-how, sie ziehen auch aktive Sportler zurate. Beispielsweise den Olympiateilnehmer im Stabhochsprung Tim Lobinger aus Deutschland. „Ich habe schon viele verschiedene Beläge getestet und darauf trainiert. Wenn ich über eine Bahn laufe, merke ich schnell, wie viel Energie der Boden zurückgibt und wie hart er ist. Ein optimaler Boden ist elastisch, aber trotzdem schnell“, sagt der Top-Athlet in einem Filmbeitrag zum Zürcher Letzigrund-Stadion. So profitieren beide Seiten: die Athleten von einer perfekt auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Bahn und das Arbeitsgebiet Sportböden der BASF von der Erfahrung der Sportler.

Bei den Top-Laufbahnen überprüft ein vom IAAF akkreditiertes Prüfinstitut, ob die neue Bahn den Anforderungen des Verbandes entspricht. In diesem Fall wird vom IAAF ein Class-1-Zertifikat ausgestellt. Dieses erlaubt die Ausrichtung bedeutender internationaler Wettkämpfe und ist Voraussetzung für die Anerkennung von Weltrekorden. Insgesamt 17 mit einer Conica-Laufbahn ausgestattete Stadien sind im Besitz eines IAAF-Class-1-Zertifikats.

Quelle: www.basf.de


  



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