„Das organische Wachstum wurde von allen Unternehmensbereichen getragen. Es stammt insbesondere aus unseren Wachstumsregionen, während die Entwicklung in Westeuropa verhalten war. Das bereinigte betriebliche Ergebnis konnten wir weiter steigern. Die Integration der National Starch-Geschäfte, die uns einen deutlichen Umsatzschub brachten, und die Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms zur nachhaltigen Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit verliefen planmäßig. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sehen wir der Entwicklung im weiteren Jahresverlauf zuversichtlich entgegen.“
Henkel hat im zweiten Quartal 2008 den Umsatz um 11,4 Prozent auf 3.668 Mio. Euro gesteigert. Der deutliche Anstieg ist auf das gute organische Wachstum und die erstmalige Berücksichtigung der Akquisition der National Starch-Geschäfte zurückzuführen. Bereinigt um Wechselkurseffekte wurde der Umsatz sogar um 17,7 Prozent gesteigert. Organisch, das heißt, bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments, stieg der Umsatz um 6,1 Prozent. Dazu haben alle Unternehmensbereiche beigetragen.
Das betriebliche Ergebnis (EBIT) ist im abgelaufenen Quartal stark von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 256 Mio. Euro beeinflusst worden. Dies entspricht in etwa einem Drittel der für das Gesamtjahr bereits angekündigten Restrukturierungsaufwendungen von rund 770 bis 780 Mio. Euro. Die Aufwendungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit dem weltweiten Programm zur Effizienzsteigerung und der Integration der National Starch-Geschäfte. Als Folge ging der EBIT auf 113 Mio. Euro zurück. Das betriebliche Ergebnis, bereinigt um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Restrukturierungsaufwendungen („bereinigter EBIT“), stieg dagegen um 7,8 Prozent auf 372 Mio. Euro.
Die EBIT-Marge betrug 3,1 Prozent, wobei die bereinigte EBIT-Marge von 10,5 Prozent auf 10,1 Prozent zurückging. Dies ist vor allem auf die durch Rohstoffpreiser-höhungen stark belasteten Unternehmensbereiche Wasch-/Reinigungsmittel sowie Adhesive Technologies zurückzuführen. Das Beteiligungsergebnis, das hauptsächlich aus der Ecolab-Beteiligung stammt, blieb trotz des schwächeren US-Dollar konstant bei 24 Mio. Euro. Das Zinsergebnis fiel – vor allem aufgrund der höheren Nettoverschuldung durch die Zahlung des Kaufpreises für die National Starch-Geschäfte, aber auch höherer Zinssätze – um 47 Mio. Euro von -37 Mio. Euro auf -84 Mio. Euro. Das Finanzergebnis ging dementsprechend von -13 Mio. Euro auf -60 Mio. Euro zurück. Die Steuerquote ermäßigte sich von 26,7 Prozent auf 20,8 Prozent.
Der Quartalsüberschuss sank aufgrund des niedrigeren EBIT und des gesunkenen Finanzergebnisses auf 42 Mio. Euro. Nach Anteilen anderer Gesellschafter in Höhe von 4 Mio. Euro lag der Quartalsüberschuss bei 38 Mio. Euro. Der bereinigte Quartalsüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter lag mit 227 Mio. Euro um 4,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis je Vorzugsaktie fiel auf 0,09 Euro. Bereinigt ging es um 5,5 Prozent auf 0,52 Euro zurück.
Entwicklung der Unternehmensbereiche
Der Umsatz des Unternehmensbereichs Wasch-/Reinigungsmittel konnte organisch um gute 3,9 Prozent gesteigert werden. Insgesamt lag der Umsatz mit 1.012 Mio. Euro um 1,1 Prozent unter dem Vorjahr. Dabei hatten Wechselkurseffekte einen negativen Einfluss von 4,7 Prozent. Das betriebliche Ergebnis ging von 111 Mio. Euro auf 96 Mio. Euro zurück. In dem Rückgang spiegelt sich vor allem die anhaltende Verteuerung der Rohstoffe wider, die zu einem deutlichen Anstieg der Materialkosten führte. Dieser konnte noch nicht durch die bisher durchgeführten Preiserhöhungen und Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung kompensiert werden. Bei den Waschmitteln wurde das organische Wachstum vor allem von Osteuropa getragen. Hier verzeichneten sowohl die Universalwaschmittel als auch die Weichspüler eine positive Umsatzentwicklung. Zum guten Umsatzwachstum in Nordamerika trug neben der im Markt gut aufgenommenen Umstellung auf Ultra-Konzentrate die erfolgreiche Einführung von Purex Natural Elements bei. Diese Innovation mit Inhaltsstoffen auf natürlicher Basis trägt dem wachsenden Umweltbewusstsein der Verbraucher Rechnung. Im Bereich Reinigungsmittel konnte der Umsatz organisch deutlich verbessert werden, wobei auch hier die stärksten Impulse aus der Region Osteuropa kamen. Das Umsatzwachstum wurde vor allem von den Geschirrspülmitteln und den WC-Reinigungs- und Hygieneprodukten getragen. Daneben erhöhte sich der Umsatz mit Lufterfrischern in Nordamerika, was erneut zur positiven Gesamtentwicklung beitrug.
Quelle:
www.henkel.de