Getreu dem Motto "Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird", verdankt der Flammkuchen seinen Namen dem ursprünglichen Einsatz. Als der heimische Herd noch nicht mit modernen Temperaturanzeigen ausgestattet war, wurde im Elsass mit Hilfe der Tarte de Flambée die Hitze im Ofen getestet.
Ein genauer Zeitraum ist nicht überliefert, doch reichen Erzählungen über den ersten "flambierten" Kuchen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Zu einer Zeit, in der das Leben vor allem in der Dorfgemeinschaft stattfand, wuschen die Hausfrauen nicht nur die Wäsche zusammen an nahe gelegenen Bächen, sondern teilten auch einen weiteren wichtigen Aspekt des täglichen Lebens: das Brot backen. An vorher festgelegten Tagen wurde morgens ein Steinofen angefeuert. Später versammelten sich die ansässigen Bäuerinnen mit den vorbereiteten Brotteigen auf dem Dorfplatz.
Bevor jedoch der erste Teig in den glühenden Ofen geschoben wurde, rollten sie dünne Teigstreifen aus und legten diese hinein. Waren die Streifen nach gut zwei Minuten knusprig gebacken, hatte der Ofen die richtige Temperatur erreicht. So verhinderten die cleveren Frauen, dass der teure Laib Brot verbrannte.
Aus den dünnen, fertig gebackenen Teigstreifen wandelten die findigen Bäckerinnen zunächst eine kleine Zwischenmahlzeit. Dazu bestrichen sie den Teig mit Sauerrahm. Im Laufe der Zeit wurde der Belag um Zwiebeln und Schinken oder Speck ergänzt und so entstand schließlich ein leckeres Mittagessen für die ganze Familie - der Flammkuchen war erfunden.
Aus anderen Quellen wird berichtet, dass die Zubereitung der Speisen eine familiäre Aufgabe war. Freitags wurde gemeinsam gekocht und Brot zubereitet. Um Zeit zu sparen, backte die Familie für einen kleinen Snack überschüssige Teigstreifen in der Resthitze des Ofens. Damit auch die übrig gebliebenen Zutaten nicht unnötig verkamen, dienten sie als Belag. So entwickelten sich die ersten Abwandlungen des Flammkuchens.
Vom Elsass nach Deutschland
Seinen Ursprung hat der Flammkuchen im Elsass. Durch seinen pikanten Geschmack etablierte er sich mehr und mehr zur Delikatesse. Rund um das Elsass reichten Winzer nach der Weinlese ein warmes Stück des Flammkuchens zu einem Glas Federweiser. Eine Tradition, die sich bis heute gehalten hat.
Rasch verbreitete sich dieser Brauch aus dem Elsass innerhalb Frankreichs und eroberte benachbarte Regionen in Deutschland. Ob als "Flamiche" in Burgund oder "Blaatz" in Franken: Entsprechend der jeweiligen regionalen Vorlieben entwickelten sich viele Varianten, die jedem Geschmack gerecht wurden. Die klassische "Tarte de Flambée" aus Baden und dem Elsass wartet bis heute mit einem Belag aus Zwiebeln, Eiern, Käse und Speck auf hungrige Genießer. In Württemberg wird der "Hitzkuchen" mit Kartoffelpüree, Grieben und Zwiebelringen belegt. Die vegetarische Variante verfeinert mit Champignons und Rucolasalat überzeugt überregional. Als süße Abwandlung zum Dessert präsentiert sich der Flammkuchen in der Pfalz belegt mit Pflaumen oder Apfelringen und Zimt.
Flammkuchen à la Dr. Oetker ist in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Oktober 2008 als conveniente Backmischung nach Elsässer Art erhältlich.
Im Tiefkühlregal verführt der fertig zubereitete Dr. Oetker Bistro Flammkuchen das ganze Jahr über zu knusprigen Genuss.
Quelle:
www.droetker.de