Am Ende fehlten dem von NIVEA gesponserten Team Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburger SV) nach 16 Sätzen und 630 gespielten Punkten nur ein paar Zähler zum Gewinn der Bronzemedaille – und zur sicheren Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking. Im Spiel im Platz drei unterlag das deutsche Nationalteam Nr. 2 dem norwegischen Duo Susanne Glesnes/Kathrine Maaseide mit 24:26 und 17:21.
„Wir wollten unbedingt mit einem dritten Platz vorzeitig das Olympia-Ticket lösen“, erklärte Okka Rau kurz nach der Niederlage im kleinen Finale. „Jetzt müssen wir leider unsere Koffer packen und in der kommenden Woche noch beim Weltserien-Turnier in Marseille spielen.“ Die Chancen, sich nach 2004 zum zweiten Mal den Traum eines jeden Leistungssportlers zu erfüllen, stehen indes überaus gut. Die direkten Konkurrentinnen aus Deutschland, Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich (Münster), belegten bei den Europameisterschaften nur den 13. Platz und müssten jetzt in Marseille – bei einem frühzeitigen Ausscheiden von Pohl/Rau – das Finale erreichen. „Unser Vorsprung im Olympia-Ranking beträgt 240 Punkte. Aber solange es rechnerisch möglich ist, dass wir noch von einem anderen deutschen Team überholt werden können, dürfen wir uns nicht ausruhen“, sagt Stephanie Pohl.
Dass mit den deutschen Beach-Volleyballern in China auf jeden Fall zu rechnen ist, beweist die Medaillen-Bilanz der EM. Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) stellte abermals das erfolgreichste Team. Neben der Goldmedaille von Sara Goller/Laura Ludwig (Berlin) in der Frauen-Konkurrenz gab es Silber bei den Männern sowie zweimal Rang vier. Als Anwärter auf olympische Goldmedaillen gelten vor allem die Duos aus Brasilien und den USA.
Die EM-Titelkämpfe in der Hansestadt verfolgten 57.000 Zuschauer. Zahlreiche internationale TV- und Hörfunkstationen berichteten live.
Quelle:
www.nivea.de